Samstag, 19. August 2017

Erfahrungsberichte...

... zum Thema "SnapPap" gibts im Netz einige. Normalerweise bin ich bei solchen "Hypeprodukten" zurückhaltend, was das Test- und Kaufverhalten anbelangt, das erledigen Andere sicher verkaufsförderlicher....
Gezwungener Maßen mußte ich mich aber die letzten Tage mit diesem gepriesenen Medium auseinandersetzen, da ich einen kleinen Stickauftrag angenommen hatte, der sich auf eben dieses Material bezog. Aus reinem Interesse stimmte ich zu und bekam abgezählte 5 Streifen SnapPap, die mit Namen bestickt werden sollten.
Da durfte ich mir also keinen Fehler erlauben und hatte auch nix zum Vorhertesten.
In der Hoffnung auf gut recherchierte Tipps und Infos im Netz zum Thema Sticken auf SnapPap zu finden, machte ich mich also an die Arbeit.
Gefunden habe ich zwar Artikel darüber wie HIER, meine Fragen und Probleme konnten mit diesen ungenauen Hinweisen aber leider nicht beantwortet werden...
Als sich dann der Stickfaden in das SnapPap "fraß" hielt ich die Maschine nach den ersten Stichen erst mal an und vertraute auf meine eigenen Stickerfahrungen..., die nun auch schon einige Jahre vorweisen können...
Ganz wichtig (und das gebe ich hiermit gerne kostenlos weiter!- ohne davon von diversen Firmen zu profitieren:)) ist die Wahl der Nadel!
Ich hatte mit einer 70iger Embroidery- Nadel begonnen, dann noch eine Toptstitch eingebaut- beide Nadeln waren viel zu dick und zogen das Stickgarn in das Material rein- wie eine Perforation!
Zum Glück hatte ich noch Nadeln mit Stärke 60  vorrätig, die sich als absolut zuverlässig erwiesen!
Außerdem mußte die Fadenspannung etwas gemindert werden und vorsichtshalber habe ich auch die Stickgeschwindigkeit gedrosselt. Die SnapPapstreifen habe ich vorher auf Filmoplastfolie fixiert, die nach dem Stickvorgang auch nicht entfernt wurde! Somit wurden die Fäden auf der Rückseite auch nicht beschädigt und möglicherweise durch die Perforation der Nadelstiche herausgerissen.
Fazit für das Sticken von SnapPap: 
1. Klebevlies zum Fixieren, 2. Stickgarne (Durak, Madeira, etc.)
3. Fadenspannung etwas runter (bei meiner PFAFF 2,4) 4. unbedingt eine dünne Nadel! 60iger Stärke verwenden! 5. Nicht zu dichte Stickereien wählen, weil durch die vielen Stiche auf einer Stelle das Material perforiert wird und 6. langsam sticken !
Es gibt sicherlich tollere Medien zum Besticken, als SnapPap, aber ein Versuch war es wert und ich habe wieder etwas dazu gelernt:))
Liebe Grüße von Angela

2 Kommentare
  1. Ich hab das noch nie probiert und hätte mich auch wahrscheinlich nicht getraut.
    Danke, dass Du darüber geschrieben hast, ich finde es immer toll, wenn Blogger ihre Erfahrungen mit anderen austauschen und alles andere als selbstverständlich.
    Ein schönes Wochenende Dir, liebe Angela. Von Herzen
    Susanne

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  2. Dem Mut gehört der Erfolg. Danke für deine guten Tipps.
    LG eSTe

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